Heute, am Frühlingsanfang, bei schönstem Sonnenschein und mit Blick auf emsige Geschäftigkeit von nestbauenden Blaumeisen und summenden Bienen muss ich schweren Herzens bis auf Weiteres alle Malangebote verschieben. 
Durch die Coronakrise zu anderem Handeln veranlasst, nehme ich wahr, wie in der Natur zwar vieles seinen gewohnten Gang nimmt und gleichzeitig mein eigenes Tun fast völlig neu zu organisieren ist. Solange ich gesund bleibe und damit handlungsfähig, sehe ich in dieser paradoxen Situation auch eine wertvolle Erfahrung: mit gravierenden Einschränkungen leben zu lernen. 
Ich freue mich über viele postive Initiativen, die ganz im Sinne des humanistischen Menschenbildes zur Zeit umgesetzt werden. Es gibt z.B. Applaus für Krankenhausmitarbeiter*innen und heute morgen lief in vielen Radiostationen „You never walk alone“! Diese Aktionen machen Hoffnung, sind Ausdruck für ein Miteinander und gegenseitiger Wertschätzung und sie machen auch noch Spaß!
Wie wäre es denn, jetzt damit zu beginnen ein Maltagebuch zu führen mit einer täglichen Skizze, einer Urform oder einem kleinen Aquarell? Es darf all das hineinfließen und seine Form finden, wofür es gerade keine Worte gibt.
 

Bitte, folgen wir, folgen Sie dem Appell und bleiben Zuhause, respektieren wir die ergriffenen Maßnahmen und bleiben gesund!


In diesem Jahr feiern wir das 20 jährige Bestehen des Instituts für Humanistische Kunsttherapie Darmstadt! Es sind tatsächlich schon 20 Jahre vergangen, in denen wir von Anfang an aus vollstem Herzen und mit „Leib und Seele“ Institutsarbeit geleistet haben. Wer selbstständig ist weis, was es heißt langfristig zu planen, Büroarbeit zu bewältigen, Inhalte zu reflektieren und weiterzuentwickeln, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und Kurse zu füllen. Nicht immer reichen Zeit und Kraft, um alles dem eigenen Wunsch gemäß zu erfüllen. Doch eröffnen Engpässe auch immer wieder neue Räume und im Rückblick schafft das Erreichte die Grundlage für Neues.
Nun, in dieser schweren Zeit der Corona-Pandemie gilt es hoffnungsvoll zu bleiben. 
Stellen wir uns also auf die neue Situation ein: bitte nutzt/ nutzen Sie die Kommunikationsmöglichkeiten wie Email und Mobiltelefon, um Fragen rund um das Begleitete Malen an mich zu stellen. So kann ich Euch, die ihr in den Ausbildungskursen seid, eine individuelle fachliche Begleitung anbieten und für alle Ehemaligen eine kollegiale Fachberatung und den neu Interessierten auf ihre Anfragen Rede und Antwort stehen. Gerne leite ich Anfragen auf Wunsch auch an meine Fachreferentinnen weiter. 

Ich wünsche Allen in diesen Zeiten der Unsicherheit: Gesundheit,  Zuversicht und Frieden, dass der Kontakt und die tiefe Verbindung zum Leben spürbar bleibt und Spass und Humor über die Krise hinweg helfen!

Herzliche Grüße

Alfred Niedecken